Hollywood, the Beaches und Joshua Tree Park

Guten Abend ihr Lieben,

die letzten 11 Tage hier in Kalifornien sind so unglaublich schnell vergangen, ich habe so viel tolles erlebt und gesehen! Ich könnte ganze Romane schreiben, aber ich versuche, den Beitrag nicht allzu lang werden zu lassen (er trotzdem etwas lang geworden, dafür gibt es auch viele Bilder!).

Nach einem kurzen Frühstück (wieder Haferflocken mit Banane und Apfel) ging es Donnerstag morgen ausgeruht los zum Griffith Park. Dort habe ich schnell einen Parkplatz gefunden und konnte hinauf zum Griffith Observatory wandern (das war schon anstrengend). Die Aussicht war unglaublich toll und der Himmel ist auch noch aufgerissen – endlich hatte es Wetter, das man von Kalifornien erwarten würde, die Jeans war mir viel zu warm! Jacke und Tuch habe ich auch erstmal in den Rucksack verbannt, dafür aber natürlich die Kamera ausgepackt.

Noch voller Energie hieß es dann: auf zum Hollywood Sign. Die Aussicht war von überall einfach unglaublich – man konnte ganz LA sehen, hatte einen tollen Blick auf das Griffith Observatory und das Hollywood Sign mitsamt den Hollywood Hills. Mir ist auf jeden Fall ziemlich schnell ziemlich warm geworden, es ging die ganze Zeit hoch und wieder runter (auch das war ziemlich anstrengend, ich kam mir vor, als hätte ich noch nie Sport gemacht). Die Gegend war staubtrocken, ich kann voll verstehen, dass es hier so oft zu Bränden kommt. Nach etwa 2h Wanderung kam ich dann am Aussichtspunkt des Hollywood Signs an, direkt oberhalb der Häuser der Reichen und Stars. Natürlich gab es das obligatorische Foto mit mir und dem Hollywood Sign (seht selbst ;))

Auf dem Rückweg ging es den ganzen Weg durch die Hollywood Hills, an den schicken Häusern vorbei, bergab (ziemlich anstrengend für meine Knie aber absolut die Anstrengung wert!) mit dem Ergebnis, dass ich jetzt Muskelkater habe. Ziemlich klischehaft haben an den Villen überall Mexikaner (oder zumindest Menschen, die so aussehen) gebaut oder im Garten gearbeitet.

Als ich dann endlich wieder am Auto war, war ich schon ziemlich kaputt, aber mein Tagesprogramm war noch nicht vorbei: der Walk of Fame rief noch! Ein paar Blocks bin ich den Walk of Fame entlang gelaufen, allerdings waren echt sehr viele Menschen unterwegs und es war nicht wirklich spektakulär. Am Dolby Theater war außerdem eine Veranstaltung mit Absperrung, da waren auch echt viele Leute.

Schon nach der Wanderung hatte ich ziemlich Hunger bekommen, es war also Zeit mal wieder ein Eis essen zu gehen. Diesmal ging es in die Wanderlust Creamery, das Eis war der Hammer! Die Eissorten sind alle von Ländern inspiriert, ich durfte sogar alle Sorten probieren. Natürlich habe ich Thailand genommen (Mango Sticky Rice Eis, schmeckt wirklich genau so!) und Frankreich (Kaffeeeis mit Mandelkuchen und dunkler belgischer Schokolade). Die Eiskugeln waren riesig, jede so groß wie ein Baseball, aber es war ja mein Mittagessen 😀

Dann hieß es mit Julian einkaufen gehen und kochen, wir haben dann Besuch von seinem Kollegen und Frau (Neuseeländer) bekommen und Semmelknödel mit Champignonrahmsoße gemacht. Alles ans amerikanische angepasst (es gibt zB keine Semmelbrösel) hat es sogar wirklich gut geklappt und geschmeckt! Die Neuseeländer haben noch einen leckeren Kichererbsensalat mitgebracht, der allerdings ein bisschen zu viele Zwiebeln enthielt. Der Abend war wirklich schön und entspannt, wir haben viel gelacht.

Den Freitag ließ ich ganz entspannt angehen. Frühstück gab es in Santa Monica (wieder eine super leckere Acai Bowl), nachdem ich den Laden nach einigem suchen (ich hatte den Standort falsch eingespeichert…) doch noch gefunden hatte.

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Acai Bowl – ich liebe es einfach!

Anschließend ging es am Strand und in strahlender Sonne von Santa Monica nach Venice Beach. Am Santa Monica Pier war einiges los, auch am Boardwalk. Man konnte überall Fahrräder ausleihen, aber ich bin gelaufen (den ganzen Tag etwa 20km!) und habe mir alles angeschaut. So ging es dann unter anderem auch am Muscle Beach vorbei, den hatte ich mir allerdings spektakulärer vorgestellt, es war fast niemand da und der Bereich war sehr klein.

Auf dem Weg gab es überall tolle Eisläden, am liebsten hätte ich alles probiert! Gegen Mittag gab es dann wieder ein sehr leckeres und ausgefallenes Eis, diesmal bei Salt & Straw, das hatte mir die Mitbewohnerin von Julian empfohlen. Ich hatte 2 Kugeln (eine Kugel aufgeteilt in 2 Geschmacksrichtungen), einmal Spiced Goat Cheese & Pumpkin Pie, Stumptown Coffee & Compartes LoveNuts und Roasted Strawberry Coconut Sorbet. So lecker! Und ich hatte Glück, nach mir standen die Leute bis raus auf die Straße an, ich konnte aber in aller Ruhe jede Menge der verrückten Sorten probieren. Das Eis habe ich dann ganz gemütlich in der Sonne auf einer Bank genossen.

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Unglaublich leckeres Eis, das können die Amis wirklich!

Auf dem Rückweg von Venice Beach ging es dann noch in Venice (das sieht wirklich ein bisschen aus wie in Venedig mit den Kanälen), der Abbott Kinney (einer Straße mit lauter Designer- und besonderen Läden) und der Promenade vorbei. Den Großteil des Rückwegs ging es dann im Sand direkt am Meer entlang. Das tat meinen Füßen gut, die taten noch vom Vortag weh! Wieder in Santa Monica hatte ich dann einen wunderschönen Sonnenuntergang. Allerdings war der Wind ziemlich kalt, so dass ich mich bald danach auf den Rückweg gemacht habe. Diesmal gab es einen sehr leckeren Salat (mit Tomaten, Ei, Paprika, roter Beete und Brokkoli), den ich dann wieder zurück in der Wohnung gegessen habe.

Den Mietwagen vollgetankt und die Freundin von Julian (Italienerin) eingesammelt, ging es am Samstag morgen in den Joshua Tree Park. Nach einer Weile Fahrt ging es zum Frühstück in einen typisch amerikanischen Diner. Es gab Blueberry Pancakes und eigentlich wollten wir drei jeder eine Portion bestellen, aber die Bedienung war so nett und hat uns darauf hingewiesen, dass die Portionen ziemlich groß sind (das waren sie wirklich!), so dass wir uns zwei geteilt haben. Selbst die beiden Pancakes haben wir nicht geschafft, die Portion war einfach zu amerikanisch! Im Diner saßen auch wirklich zum Großteil ziemlich beleibte Personen mit riesen Portionen (u.a. Chicken Wings und Pommes und lauter anderes super fettiges Zeug) vor sich, einfach sehr klischehaft!

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Monsterpancakes (mit zu viel Butter)

Gegen 12Uhr (etwas später als geplant) konnten wir endlich anfangen zu wandern. Die Wüste war unglaublich, es sah aus wie auf einem anderen Planeten! Das kann man gar nicht wirklich beschreiben, ich hoffe, die Bilder spiegeln das etwas wieder. Die Wanderung ging um und auf einige Berge/Hügel (etwas anstrengend) und dauerte etwa 4h. Nach etwa der Hälfte gab es eine Essenspause, es gab Sandwiches, die wir uns bei einem Subway geholt hatten (eigentlich echt lecker, vor allem mit viel Gemüse belegt). Am Schluss taten mir ziemlich die Füße weh, ich war ja auch schon die letzten beiden Tage viel gelaufen. Muskelkater habe ich auch gespürt, vor allem im Allerwertesten, aber die Anstrengung war es auf jeden Fall Wert! Das Wetter war perfekt: die Sonne hat geschienen, es war strahlend blauer Himmel und die Temperaturen waren sehr angenehm (nicht zu heiß und nicht zu kalt). Genau rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir wieder am Auto. Ziemlich erschöpft ging es danach (leider waren ein paar Berge im Weg) auch wieder zurück, wir waren alle drei ziemlich geschafft und haben dann nur noch etwas gegessen (die restlichen Pancakes) und auf dem Sofa entspannt.

 

 

 

Ganz entspannt wurde am Sonntag erstmal mit meinen Eltern gefacetimed, danach gab es ganz gemütlich Frühstück (Haferflocken mit Apfel) und ich habe meine Sachen zusammengepackt. Zu Fuß ging es dann zusammen mit Julian in die „Altstadt“ von Pasadena. Es gab ein paar schöne Läden und Cafes, bei Julians Arbeitsplatz, einem Shared Workspace, haben wir auch noch vorbeigeschaut, das war richtig cool! Dort gibt es jede Menge Gemeinschaftsräume, Kaffee und Süßigkeiten den ganzen Tag und abgetrennte Büros. Und was wäre ein Amerikabesuch ohne einen Cupcake gegessen zu haben? Wer mich kennt weiß, das geht nicht! In Pasadena in einem Cafe gab es tolle Cupcakes, dort habe ich einen Salted Caramel Pumpkin Spice Minicupcake gegessen, der war richtig lecker.

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Zum Campus der CalTech sind wir dann auch noch gelaufen, allerdings war der Campus sehr unspektakulär, die Uni hat auch nur etwa 2000 Studenten. An der Cheesecake Factory sind wir auch vorbei, jetzt kann ich behaupten, ich war an den Orten, an denen Big Bang Theory spielt 😉 Dann ging es zurück, ich habe meine Sachen ins Auto gepackt und ich bin zu meiner letzten Eisdiele in den USA gefahren. Leider gab es das Eis, das ich eigentlich probieren wollte, nicht. Ich hatte dann dunkle Schokolade mit Kakaonibs und Kardamom, war auch gut aber ein bisschen enttäuscht war ich schon. Von der Eisdiele wurde auf jeden Fall in Big Bang Theory auch Eis gegessen.

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Dann ging es zur Autovermietung, das hat alles Ruckzuck geklappt, die haben nur kurz das Auto und den Tankstand angeschaut, dann wurde eine Quittung per Mail verschickt und ich konnte mit dem Shuttle zum Flughafen. Dort hat auch alles gut geklappt, auch wenn ich kurz einen Schock bekommen habe – an der Anzeigetafel stand mein Flug sei gecancelled! Ich dachte nur, das kann ja wohl nicht wahr sein, nicht schon wieder. Aber glücklicherweise wurde der andere Flug nach Auckland gestrichen, meiner hat wohl nur 30Minuten Verspätung, ich hoffe, das stimmt wirklich. Ich sitze gerade bei Starbucks, wo ich noch einen Kaffee und ein Sandwich hatte (das Risiko, Hunger zu haben, bis es im Flieger was gibt, wollte ich nicht eingehen).

Insgesamt bin ich in den letzten paar Tagen etwa 70km gelaufen, das kann man meinen Schuhen ansehen und meine Füße spüren es deutlich! Ich kann nur sagen wie unglaublich viel Glück ich bei meiner Zeit in den USA hatte! Ich konnte immer bei Freunden unterkommen, hatte eine tolle Zeit und habe viel erlebt und gesehen! Der Zwischenstop hier war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Jetzt geht es (hoffentlich) gleich los nach Neuseeland. Ich bin so aufgeregt und freue mich riesig, den nächsten Beitrag gibt es dann aus Neuseeland!

Eure Franzi

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