Weihnachten in Fox

Hallöchen ihr Lieben!

Weihnachten ging dieses Jahr, zumindest bei mir, unglaublich schnell vorbei! Ich hoffe, ihr habt die Feiertage gut überstanden und es euch so richtig schmecken lassen! Obwohl ich gerade nicht am Reisen bin und so langsam im Arbeitsalltag ankomme, versuche ich, euch weiterhin an meinem Leben teilhaben zu lassen.


Am 24. bin ich nachmittags noch eine Runde joggen gegangen, das tolle Wetter und die freie Zeit musste ich ausnutzen. Anschließend habe ich seit langem mal wieder ein paar Situps gemacht, das gab gleich Muskelkater! Um meine Schicht durchzuhalten gab es dann noch ein spätes Mittag- bzw. frühes Abendessen, ich hatte nochmal Cottage Pie von der Arbeit. Zur Feier des Tages durfte natürlich auch Lindor nicht fehlen (da habe ich noch eine ganze Menge übrig). Um 18 Uhr hat dann meine Schicht angefangen. Zu Beginn war es ziemlich ruhig und entspannt. Ich konnte einen Kaffee genießen und etwas aufräumen. Gegen später wurde es aber ziemlich voll, das war gut, so hatten wir schön viel zu tun. An diesem Tag wurde ich sogar von mehreren Tischen für meinen guten Service gelobt, das hat mich natürlich besonders gefreut und noch mehr motiviert. Es überrascht mich wirklich, wie viel Spaß es mir macht, Gäste zu bedienen! Wer mich kennt weiß, dass es mir manchmal schwer fällt, immer zu lächeln und freundlich zu sein. Aber beim Arbeiten hier bin ich so gut wie immer gut drauf. Das strahle ich wohl auch aus, was mich wirklich freut!

Von dem Helikopter Service gegenüber gab es für das ganze Team eine riesige Süßigkeitenbox zu Weihnachten, die stand (ziemlich ungünstig) so in der Küche, dass ich fast jedes Mal eine Kleinigkeit gegessen habe, wenn ich durch die Küche gelaufen bin – sehr ungesund. Naja, es war schließlich Weihnachten, da habe ich mir das mal erlaubt. Obwohl ich sagen muss, dass meine Essgewohnheiten hier insgesamt nicht wirklich gesund sind. Andauernd nasche ich während meiner Schicht etwas in der Küche (zB Pommes, Kekse oder von falsch aufgegebenen Bestellungen), dazu, etwas „Richtiges“ zu Essen komme ich aber kaum. Meine Schicht verging wie im Flug, um 23.15 Uhr hatten alle Feierabend und es ging zur großen Party bei meinem Haus. Ich habe mich noch kurz umgezogen, dann ging es los. Erstmal musste ich was Essen, seit meinem Mittag/Abendessen hatte ich nichts mehr gegessen (außer den Süßigkeiten und die zählen nicht), ich war am verhungern! Außerdem brauchte ich bei dem ganzen Alkohol eine gute Grundlage. Es gab einen Tisch mit lauter Snacks und Fingerfood, ich stand erst mal eine Weile nur an dem Tisch und habe mich durchprobiert. Es gab Karottensticks mit Dips, verschiedene Blätterteigpies (belegt mit Thunfisch, Gemüse, Käse, Schinken und vielem mehr), Samosas (das sind südamerikanische Teigtaschen), Pizza, Eier mit Sauce und noch ein paar andere Sachen. Apfeltartelettes gab es auch, die waren mein Nachtisch. Alkoholtechnisch habe ich mit Cider angefangen, dann ging es zu Gin Tonic, Rotwein und Bier. Erstaunlicherweise habe ich alles gut vertragen, einen Kater hatte ich am nächsten Morgen nicht.

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Es waren ziemlich viele Leute da, etwa der halbe Ort und eigentlich alle Südamerikaner der Umgebung. Um Mitternacht haben die sich alle um den Weihnachtsbaum versammelt. Es wurde dann, in ziemlichem Chaos und viel Gerufe (alle waren schon ziemlich betrunken), die Geschenke verteilt. Das war wirklich witzig anzuschauen, so was hatte ich noch nicht gesehen. Die Party war insgesamt richtig lustig, ich hatte wirklich viel Spaß! Musik gab es auch (viel südamerikanische), daher wurde auch viel getanzt. Und der Sternenhimmel war traumhaft schön, den habe ich die ganze Zeit bewundert! Obwohl es doch ein paar Lichter gab, sah man so viele Sterne, wie nirgendwo in Deutschland. Ich kann mich nur wiederholen, aber ich war fasziniert und kam aus dem Staunen nicht mehr raus! Um 4.30 Uhr ging es dann ziemlich erschöpft ins Bett.

Der erste Weihnachtsfeiertag war unglaublich komisch! Erstmal habe ich ewig geschlafen, was kein Wunder war, da ich erst so spät ins Bett gegangen bin. Es gab einen Tee und Reste von der Feier zum Frühstück, dann habe ich mit meinen Eltern gesprochen. Die anderen im Haus waren schon wach und haben die Überbleibsel vom Vortag aufgeräumt, ich bin also auch dazu gestoßen. Wir haben dann erfahren, dass es in der Nacht noch einen Autounfall gegeben hat. Wir waren alle geschockt, vor allem, als sich herausgestellt hat, dass drei unserer Kollegen in dem Unfallauto gesessen haben. Es hat sich dann herausgestellt, dass einer unserer Kollegen betrunken Auto gefahren ist! Scheinbar ist er viel zu schnell unterwegs gewesen und hat nicht einmal versucht, abzubremsen und um die Kurve zu fahren. Er ist wohl, mit zwei Mitfahrern, frontal in eine Mauer gerast. Glücklicherweise geht es allen dreien (relativ) gut! Al (der Brite) hat jedoch einen Zahn verloren, alle drei waren unglaublich geschockt und haben etliche Blutergüsse. Ich bin unglaublich froh, dass nicht schlimmeres passiert ist! Das bestätigt mich darin, mich nie zu jemand Betrunkenem ins Auto zu setzen oder selbst betrunken Auto zu fahren!

Nachdem das verdaut war, haben sich alle im Garten versammelt und das Grillen vorbereitet. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis es dann etwas zu Essen gab, ich hatte schon ziemlich Hunger. Ich war froh, dass Ellie (die Britin) auch gekommen ist. Die anderen haben sich nämlich fast ausschließlich auf Spanisch unterhalten, wir kamen uns teilweise ziemlich doof vor. Außerdem war es kalt und hat geschüttet, wir waren müde und hatten Hunger – keine gute Kombination. Der Tag war einfach nicht schön! Es wurde massenweise Fleisch aufgefahren und auf den Grill gehauen. Davon wurde immer ein Teller mit kleinen Stückchen umhergereicht, von dem sich jeder etwas nehmen konnte. Das Fleisch war sehr lecker, nur für meinen Geschmack etwas zu fettig. Chips gab es auch jede Menge, außerdem Würstchen und Brötchen. Irgendwann wurde es Ellie und mir zu kalt und zu blöd, wir sind bei Al vorbeigefahren und haben geschaut, wie es ihm geht. Es ging ihm mittlerweile so „gut“, dass er, nach einem Tee, mit zum Grillen gekommen ist. Dort haben wir einen Burger gegessen und uns in mein Wohnzimmer gesetzt. Zusammen mit einem Tee, Bananenbrot, Kuchen (mit Dulce de Leche, ultra süß) und Panna Cotta haben wir zu dritt einen Film angeschaut. Das hat den Tag auf jeden Fall gerettet! Ich war nach all dem (ungesunden) Essen pappsatt. Und nachdem die beiden wieder Heim gefahren sind, habe ich mich nur noch ins Bett gelegt und einen Weihnachtsfilm angeschaut, bevor ich todmüde eingeschlafen bin.

Insgesamt fand ich mein Weihnachten schön und toll. Gleichzeitig war es aber auch wirklich verrückt, komisch und definitiv anders als alle Weihnachten, die ich bisher hatte. Es war auf jeden Fall gut, dass ich an Weihnachten nicht alleine war. Die Party war super und ich hatte jede Menge Spaß. Natürlich wäre es schön gewesen, daheim und mit meiner Familie Weihnachten zu feiern, aber Heimweh hatte ich keins. Und auch wenn der erste Weihnachtsfeiertag komisch war und ich an Heiligabend und dem zweiten Weihnachtsfeiertag gearbeitet habe, bin ich froh, dass ich ein solches Weihnachten erleben durfte. Es war einfach mal etwas ganz Anderes.


Ausgeschlafen und fit ging es am Dienstag erstmal eine Runde joggen. Das Wetter war wieder gut, es war sogar richtig warm. Nach der Dusche gab es spätes Frühstück (Haferflocken mit Apfel und Banane) und Tee. Um das gute Wetter auszunutzen bin ich mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Um 13 Uhr fing meine Schicht an. Zuerst war es wieder ziemlich ruhig, gegen 15 Uhr wurde es auf einmal richtig voll und wir waren nur zu zweit. Mit den ganzen Leuten waren wir ziemlich überfordert, ich bin fast nicht mehr hinterher gekommen mit Bestellungen aufnehmen, Tische abräumen, Getränke vorbereiten und Essen an die Tische bringen. Als dann endlich Verstärkung kam, war der größte Ansturm schon wieder vorbei. Ich bin auch länger geblieben als eigentlich vorgesehen, aber da es ein Feiertag war, gab es mehr Geld. Also habe ich mich natürlich nicht beschwert, sondern mich gefreut.

Um 17.30 Uhr hatte ich dann eine einstündige Pause, in der ich schnell nach Hause geradelt bin um etwas zu Essen. Es gab Salat, dazu Toast mit Schinken. Ich hatte so einen Hunger und der Salat war richtig lecker! Wieder gestärkt ging es dann, diesmal mit dem Auto, zurück zur Arbeit. Abends war auch wieder richtig viel los, teilweise mussten die Leute eine Stunde auf ihr Essen warten. Immerhin waren wir am Abend genug Leute, so dass ich nicht ganz so viel rennen musste. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Um 22 Uhr gab es dann Abendessen (Reis mit einer Art Gulasch, sehr lecker), ich hatte schon wieder richtig Hunger. Vom Gulasch ist noch einiges übrig geblieben, da durfte ich eine Tupperdose voll mitnehmen – mein Essen für den nächsten Tag war gesichert! Um Mitternacht war Feierabend. Ich habe daheim noch ein bisschen die Sterne angeschaut, bevor ich ins Bett gegangen bin.

An meinem zweiten freien Tag in dieser Woche habe ich erst mal ausgeschlafen (mittlerweile wache ich tatsächlich nicht mehr ganz so früh auf). Nach einem Tee und einem sehr gemütlichen und leckeren Frühstück (Haferflocken mit Aprikosen, Banane und Apfel) hatte ich mit Lisa telefoniert. Das war wirklich super, beim Telefonieren kann man sich eben doch besser austauschen als wenn man nur schreibt. Nach einem Kaffee und einer Karotte bin ich zum Gillespies Strand, etwa 20km entfernt, gefahren. Das Wetter war super, es hatte nur ein paar Wolken. Die Straße zum Strand war größtenteils wieder eine Schotterpiste, das Auto hat es aber gut gemeistert. Auf etwa halber Strecke gab es einen schönen Aussichtpunkt, von dem aus man den Foxgletscher super sehen konnte. Er war nur leider etwas von den Wolken verdeckt, ein bisschen gesehen hat man ihn aber trotzdem.

Am Strand gab es mehrere Wege, die man laufen konnte. Ich entschied mich für den kürzeren Weg zum Minentunnel. Dort am Strand wurde vor etwa 100 Jahren noch nach Gold gegraben, hiervon gab es noch Überreste zu sehen. Der Weg ging am Strand entlang und bis zu einer tollen Lagune. Der Strand bestand allerdings hauptsächlich aus Steinen, Sand gab es kaum. Bei der Lagune hatte man auch wieder einen tollen Blick auf Mt Tasman und Mt Cook. Ein kleines Stück weiter gab es außerdem einen Tunnel, der den Blick auf das Meer freigegeben hat. Wieder am Strand habe ich es gewagt, mich hinzusetzen und mein mitgebrachtes Bananenbrot zu essen. Das war richtig lecker und schön saftig! Ich hatte sogar Glück, nur eine einzige Sandfliege habe ich gesehen. Ich weiß nicht, ob es am Mückenspray lag oder daran, dass es einfach kaum welche dort gab, ich war auf jeden Fall froh!

Mittlerweile war es schon später Nachmittag, ich habe mich wieder auf den Heimweg. Bevor ich etwas gekocht habe, gab es noch ein Stück Bananenbrot und einen Tee, dabei habe ich schön gemütlich etwas gelesen. Gekocht hatte ich diesmal Nudeln mit dem Gulasch, das ich noch von der Arbeit vom Vortag hatte. Das habe ich aber etwas abgewandelt, indem ich noch Paprika und Tomate dazu habe. Ich fands super lecker, genau das Richtige an einem freien Tag! Danach gabs natürlich noch Schokolade, die ich im Campingstuhl in der Sonne im Garten genossen habe.

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Am Donnerstag habe ich seit langem mal wieder ein paar Kraftübungen gemacht. Noch vor dem Frühstück habe ich mir die Langhantel geschnappt und, nach ein paar Aufwärmburpees, Kniebeugen, Ausfallschritte und Kreuzheben gemacht. Ein paar Bauchübungen durften natürlich auch nicht fehlen! Das hat Spaß gemacht und gut getan, allerdings habe ich deutlich gemerkt, dass ich die Muskeln schon lange nicht mehr beansprucht habe! Mein Frühstück bestand wieder aus Haferflocken, Aprikosen, Banane und Apfel, yummy! Um 12 Uhr hat meine Schicht angefangen. Es ist nicht wirklich was spannendes passiert, aber um 16 Uhr hatte ich erstmal Pause bis um 17.30 Uhr. Es gab etwas zu Essen (Kartoffelbrei, Salat und Hähnchen), das habe ich auf der Veranda des Restaurants gegessen. In meiner Pause bin ich etwas durch den Regenwald spaziert und habe entspannt. Dann ging es auch schon weiter mit Arbeiten. Es waren wieder einige Deutsche da, mit denen ich mich gut unterhalten habe. Es ist wirklich interessant, die unterschiedlichen Geschichten und Reisepläne zu erfahren. Mein Abendessen war diesmal leckere Kartoffelsuppe mit Knoblauchbrot, bevor ich um 23.30 Uhr Feierabend hatte. Daheim habe ich noch versucht, einen Film anzuschauen, aber das Internet war zu schlecht, also habe ich gelesen.

Mein Frühstück am Freitag habe ich in der Sonne im Garten genossen, ich habe schön Sonne getankt! Gut gestärkt ging es dann noch eine kleine Runde joggen, bevor ich geduscht und das Buch von Ken Follett fertig gelesen habe. Vor meiner Schicht um 15 Uhr gab es noch Mittagessen, ich hatte noch Nudeln mit Gulasch, und Schokolade. Einkaufen war ich auch noch schnell, ich habe wieder Bananen und Äpfel gebraucht, das Schreiben für den Helihike habe ich ebenfalls abgegeben.

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Falls euch bestimmte Dinge besonders interessieren oder ihr gerne hättet, dass ich Sachen aufnehme, die ich bisher noch nicht angesprochen habe, dürft ihr mir dazu gerne Kommentare schreiben. Über Anregungen und Feedback freue ich mich natürlich auch jederzeit 🙂

Eure Franzi

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