Arbeit, Arbeit, Arbeit

Hallöchen ihr Lieben!

Und schon ist das Jahr wieder eine Woche alt, unglaublich wie die Zeit vergeht! Ich kann es kaum glauben, dass ich schon seit drei Wochen in Fox bin und genauso lange hier arbeite. Diese Woche habe ich sehr viel gearbeitet, das wird die nächsten Wochen wohl auch nicht anders, was aber gut ist, da ich so jede Menge Geld verdienen kann und meine Zeit hier optimal ausnutze. Allerdings muss ich auch gestehen, dass 11 Stunden (und mehr) arbeiten am Tag auch sehr anstrengend sein können, vor allem, wenn man oft nicht mehr als 6 Stunden Schlaf bekommt. Es hilft ungemein, dass meine Kollegen alle sehr nett sind, wir uns gut verstehen und alle hart arbeiten. Die Abläufe klappen wirklich gut, Stress gibt es zum Glück nur selten. Da aber alle viele Stunden arbeiten, merkt man deutlich, dass der Schlafmangel aufs Gemüt schlägt. Und keine Sorge, wenn mir das Arbeiten zu viel wird, sage ich das meiner Chefin und arbeite wieder weniger, das ist nämlich definitiv möglich!

In meiner ersten Woche Arbeiten hatte ich übrigens ganze $16 an Trinkgeld verdient. Im Vergleich zu Deutschland ziemlich bitter, aber ich sehe das einfach als extra Taschengeld, von dem ich mir am Ende ein paar Kaffees und Muffins/Kuchen leisten kann.

Nun aber zu Silvester: Mein Silvester fand ich super! Obwohl ich arbeiten musste, hat es wirklich Spaß gemacht und ich hatte einen tollen Abend. Nachdem die letzten Gäste gegessen hatten, wurden alle Tische aus dem Restaurant getragen, so wurde eine Tanzfläche geschaffen. Leider hat es den ganzen Tag geregnet, den Biergarten konnten wir also nicht nutzen. Es war trotzdem einiges los (für Westküstenverhältnisse auf jeden Fall) und die Stimmung war super. Super an Silvester war auch, dass es kein vorbereitetes Mitarbeiteressen gab, sondern jeder etwas von der Karte bestellen durfte. Ich habe mir das Steak mit Gemüse und Kartoffeln gewünscht – so lecker und perfekt für Silvester! Um 23.45 Uhr war ich sogar fertig mit arbeiten und konnte mit allen anderen um Mitternacht anstoßen. Mehr als einen Drink gab es bei mir aber nicht, ich musste noch Auto fahren und am nächsten Morgen um 8 Uhr wieder arbeiten. Und obwohl ich so früh wieder arbeiten musste, bin ich erst gegen 3 Uhr ins Bett, die Stimmung war einfach zu gut und Silvester ist ja nur einmal im Jahr.

An Neujahr bin ich sogar erstaunlich gut aus dem Bett gekommen. Ich hatte super Laune und beim Arbeiten gab es erstmal einen Kaffee. Frühstück habe ich sogar auch noch bekommen (Toast mit Rührei und Speck), ein perfekter Start in den Tag also. Morgens gab es überhaupt keine Kunden, so dass wir nicht wirklich was zu tun hatten. Wir haben in aller Ruhe das Chaos der Party beseitigen können. Gegen Mittag war wieder einiges los, vor allem Kaffee wurde an diesem Tag viel getrunken. Es gab kurzzeitig richtig Stau an der Kaffeemaschine. Um 12 Uhr Mittags habe ich dann an alle in Deutschland gedacht und gedanklich mit euch angestoßen! Um 15.30 Uhr hatte ich meine Pause, endlich gab es Mittagessen! Ich durfte wieder von der Karte wählen, diesmal gab es Salat mit Couscous, Halloumi und Hähnchen, auch wirklich lecker und erfrischend. In meiner Pause habe ich einfach auf dem Sofa daheim gechillt und nichts gemacht, schlafen konnte ich nicht. Der Abend war ziemlich ereignislos, alle waren noch ziemlich müde von Silvester. Als Abendessen gab es Suppe mit Knoblauchbaguette.

Dienstag war zuerst überhaupt kein guter Tag! Ich habe morgens um 8.15 Uhr angefangen zu arbeiten und war noch ziemlich müde. Das Frühstück habe ich ausfallen lassen, es gab nur einen Kaffee. Bei der Arbeit kam es mir dann so vor, als würde ich alles falsch machen. Einige Kunden waren sehr anstrengend und hatten unglaublich viele Sonderwünsche. Dann gab es einige Beschwerden und der Bestellungsdrucker in der Küche hat zu allem Überfluss auch noch einige Bestellungen nicht gedruckt, so dass die Kunden ewig gewartet haben. Immerhin konnte ich zeitig Mittagessen (ausnahmsweise schon um 12.30 Uhr), es gab einen leckeren Eintopf mit Reis, Kartoffeln, Gemüse und Fleisch. Um 15 Uhr hatte ich dann meine 3-stündige Pause, in der ich eine Runde laufen gegangen bin, geduscht und auf dem Sofa entspannt habe. Um 18 Uhr gings dann weiter mit Arbeiten.

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Ich hatte nur gehofft, dass der Abend besser würde als der morgen. Und das wurde er tatsächlich! Es wurde sogar der beste Abend beim Arbeiten bisher! Obwohl ich so müde war und mir die Füße wehgetan haben, hatte ich super viel Spaß und habe mich mit tollen Menschen unterhalten. Von vielen habe ich wieder Komplimente für meinen Service bekommen, ein Pärchen war richtig nett und hat mir sogar ein extra Trinkgeld gegeben. Eine Bewertung auf Tripadvisor wollen sie mir auch schreiben. Und von einer anderen Familie habe ich einen Nachtisch (Obstcrumble) ausgegeben bekommen, auf den freue ich mich in den nächsten Tagen schon riesig! Das Abendessen durften wir uns auch wieder aussuchen. Diesmal gab es Lachs mit Risotto, man war der Lachs lecker (es war neuseeländischer Lachs aus Akaroa).

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Akaroa Lachs mit Risotti

Die erste Schicht am Mittwoch war sehr ereignislos, zu Essen gab es nur (ziemlich wenig) Gemüse mit Hähnchen. Es war zwar lecker, aber wirklich satt gemacht hat es nicht. In meiner Pause gab es daheim also erstmal noch ein bisschen Kuchen und Eis. Die zweite Schicht am Mittwoch war wieder super und es war viel los. Ich habe mich mit vielen Leuten gut unterhalten und sogar die ersten Finnen in Neuseeland getroffen! Das waren drei Männer (etwa um die 50), die mit ihrem Motorrad unterwegs waren. Die waren wirklich lustig und hatten einen typisch finnischen Akzent. Das waren meine neuen Freunde an dem Abend. Für meinen perfekten Milchschaum bei einem der Kaffees, die ich gemacht habe, wurde ich an dem Abend auch gelobt. Das hat mich natürlich besonders gefreut. Abendessen war (leider) wieder Cottagepie. Der schmeckt zwar gut, ich hätte aber lieber mal was anderes gehabt.

Am Donnerstag morgen bin ich extra etwas früher aufgestanden, um bei dem tollen Wetter (strahlend blauer Himmel, sehr warm) noch eine Runde Joggen gehen zu können. Nach der erfrischenden Dusche gab es noch ein Frühstück, dann ging ab zur Arbeit. Ich hatte super Laune und wieder viel Spaß. Ich konnte auch wieder viel an der Kaffeemaschine arbeiten, das hat mich gefreut. Als es dann immer später wurde und ich Hunger bekommen habe, bin ich aber an einem Tiefpunkt angekommen. Fast alles hat mich auf einmal genervt, es gab Nachos als Mittagessen (mag ich nicht wirklich, vor allem als Mahlzeit) und die Stimmung allgemein war nicht so super. Ich war wirklich froh, als ich um 15.30 Uhr endlich Pause machen konnte. Immerhin habe ich statt der Nachos einen Salat bekommen, dazu habe ich ein Knoblauchbaguette gegessen. Danach ging es mir schon viel besser! Nach ein bisschen Kuchen und Eis war dann fast wieder alles in Ordnung und ich bin noch für eine Stunde zu Ellie gefahren und wir haben im Gras entspannt. Die Schicht abends war, wie eigentlich immer, wieder sehr gut und lustig. Abendessen war Hähnchenburger mit Salat, mega lecker!

Auch der Freitag war relativ ereignislos. Abends gab es aber Live-Musik und das Wetter war wirklich toll. Es war sogar unglaublich heiß für neuseeländische Verhältnisse! Dementsprechend war auch ziemlich viel los! Mittags gab es für mich Salat mit Hähnchen und Knoblauchbaguette. In meiner Pause habe ich das gute Wetter genossen und mit meinen Mitbewohnern entspannt. Abends hatten alle viel Spaß, zu Essen gab es diesmal sogar Pizza! Allerdings fand ich die gar nicht mal so gut, irgendwie war die ziemlich süß und hatte für meinen Geschmack viel zu wenig Tomatensauce! Da habe ich die Pizza von daheim doch richtig vermisst.

Meinen freien Tag habe ich in vollen Zügen genossen! Es tat wirklich gut, einen Tag nicht zu arbeiten! Die letzten Tag war es, obwohl es Spaß macht, doch ziemlich anstrengend, so lange zu arbeiten. Man hat auch deutlich gemerkt, dass die vielen Stunden allen aufs Gemüt schlagen, so dass die Laune allgemein etwas nachgelassen hat. Vor allem bei meinen morgendlichen Schichten mit einer Kollegin gab es ein paar Spannungen. Ich hoffe, das wird in den nächsten Wochen wieder besser, vor allem, weil ich fast täglich etwa 11h oder mehr arbeite.

Ich habe zwar ziemlich schlecht und auch nicht lange genug geschlafen (insgesamt schlafe ich hier nicht genug und esse ungesund, keine gute Kombination), aber gegen 9 Uhr bin ich aufgestanden und habe als erstes meine Wäsche gewaschen. Bevor ich mich um 10 Uhr mit Angela zum Frühstück im Lake Matheson Cafe getroffen habe, konnte ich die Wäsche sogar noch aufhängen. Das Frühstück war super! Ich hatte Joghurt mit Müsli und Blaubeerkompott, dazu einen Cappuccino. Das Wetter war ein Traum, wirklich warm und strahlender Sonnenschein. Die Zeit war schön, danach sind wir noch in den Souvenirladen gegangen und ich habe mir endlich mein Weihnachtsgeschenk gekauft – eine Kette mit einem kleinen Kiwi als Anhänger.

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Cappuccino, Müsli mit Blaubeerkompott und Joghurt

Daheim konnte ich die Wäsche sogar schon abhängen, sie war wirklich schon trocken! Ich habe meine Sachen gepackt, bin tanken und dann zum Franz Josef Gletscher gefahren. In Fox war das Wetter super, in Franz Josef hat es leider geregnet und war auch kälter. Ich war natürlich im Kleid und Sandalen unterwegs, eine wirklich kluge Entscheidung. Naja, die Regenjacke war auch dabei, die habe ich wirklich gebraucht! Der Weg zum Gletscher war schön, ich konnte auf Grund des Regens nur fast keine Bilder machen. Der Blick auf den Gletscher war gigantisch! Man konnte zwar nicht so nah heran wie an den Fox Gletscher, dafür war aber die Aussicht besser. Ich kann mich nicht wirklich entscheiden, welchen Gletscher ich besser finde.

Der Weg hat etwa 90 Minuten gedauert, danach war ich auch klatschnass. Also gings in die „Stadt“ und in ein Cafe. Dort habe ich mich aufgewärmt, einen Cappuccino getrunken und einen Zitronen-Mohn-Muffin gegessen. Außerdem habe ich die gleich mal ausgespäht, was das Cafe anders/besser macht als das Restaurant, in dem ich arbeite. Da ich schonmal hier war, bin ich auch noch im Supermarkt einkaufen gegangen. Es gab sogar richtig gut aussehende und billige Mangos, da musste ich natürlich eine mitnehmen und probieren, ob die in Neuseeland schmecken (es war eine mexikanische und sie hat geschmeckt)!

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Cappuccino, Zitronen-Mohn-Muffin

Wieder zurück in Fox habe ich in der Sonne entspannt, etwas gelesen und mir die Haare von meiner Mitbewohnerin schneiden lassen. Und das Ergebnis sah wirklich gut aus! Vor allem dafür, dass sie keine Friseurin ist. Ich habe mir Tomate mit Paprika und Ei gekocht, bevor ich zu uns ins Restaurant gefahren bin, um dort den Obstcrumble zu essen, den mir einer der Kunden gekauft hatte. Es war ziemlich komisch, einfach im Restaurant zu sitzen und nicht zu arbeiten. Der Obstcrumble war leider nicht so ganz mein Fall, er war sehr süß und nicht wirklich fruchtig, das lag wohl daran, dass es sich um Obst aus der Dose gehandelt hat und nicht um frisches Obst. Danach ging es noch zu einem Aussichtspunkt, an dem ich den Sonnenuntergang und die Sicht auf den Gletscher genossen habe. Ausnahmsweise bin ich, nachdem ich noch mit meiner Familie und Lisa gesprochen hatte, vor Mitternacht ins Bett gegangen.

Ich habe super geschlafen und war am nächsten Morgen richtig erholt, obwohl ich am liebsten noch weiter geschlafen hätte! Es gab Haferflocken mit Apfel, Banane und Mango (lecker!) zum Frühstück, um 9 Uhr ging es auch schon zur Arbeit. Die Stimmung auf der Arbeit war super, es war aber nicht wirklich viel los. Die Zeit ging trotzdem relativ schnell rum, ich konnte sogar um 13.30 Uhr schon Mittagessen essen (Reis mit Fleisch und Gemüse). Nach der ersten Schicht bin ich noch eine Runde joggen gegangen, habe ein paar Situps gemacht, geduscht und mich ausgeruht. Tee und Schokolade gab es natürlich auch noch, bevor um 18 Uhr meine zweite Schicht angefangen hat. Die Schicht war vergleichsweise ruhig, es war nicht wirklich viel los. Das war aber auch mal nicht schlecht. Feierabend hatte ich trotzdem erst um 23.30 Uhr.

 

Am Montag fing mein Tag wieder früh an, um 8.15 Uhr ging meine erste Schicht los! Es war sehr ruhig, es war kaum etwas los. Wir haben die Zeit genutzt, um ein bisschen zu putzen. Zur Mittagszeit wurde es dann doch noch richtig voll, wir hatten alle Hände voll zu tun! Um 15.30 Uhr konnte ich endlich Mittag essen, ich war schon fast am verhungern. Es gab Frikadellen mit Kartoffeln und Salat (die Frikadellen von daheim haben mir besser geschmeckt). Um 16 Uhr hatte ich, nach 8 Stunden fast ohne Pause, endlich 2 Stunden Zeit mich auszuruhen. Annie hatte Muffins gebacken, ihrer Meinung nach waren die aber verbrannt (fand ich nicht). Sie wollte sie wegschmeißen, da habe ich mir schnell noch welche geschnappt, die gab es dann in meiner wohlverdienten Pause!

 

Jetzt sitze ich gerade auf dem Sofa und trinke noch einen Kaffee. Um 18 Uhr geht es dann auch schon wieder weiter mit dem Arbeiten. Ich habe wohl in den letzten zwei Wochen am meisten Stunden gearbeitet (abgesehen von den Leuten, die in der Küche arbeiten). Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das ein guter Rekord ist oder nicht. Aber mir geht es gut und am Mittwoch habe ich auch schon meinen nächsten freien Tag! Wie gesagt macht mir das Arbeiten auch immer noch wirklich Spaß, vor allem wenn ich immer wieder so nette Menschen kennenlerne und eine lustige Zeit mit meinen Kollegen habe.

Falls ihr euch fragt, was ich auf meinen Wanderungen immer alles in meinem Rucksack mit mir rumschleppe, dann kommt hier die Antwort:

  • Regenjacke (die brauche ich auch fast immer, und wenn es nur als Windschutz ist, und sie ist in richtig tollem orange)
  • Fließjacke (habe ich bisher erst selten gebraucht, aber es ist ja auch Sommer)
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Hut
  • Tuch (falls der Wind zu arg zieht)
  • kleines Microfaserhandtuch (hauptsächlich zum Hände abtrocknen und Schweiß abwischen)
  • 1 (oder 2) Flaschen Wasser
  • meine Kamera (natürlich!)
  • etwas zu Essen

Am liebsten an habe ich bei Wanderungen übrigens immer meine schwarze Sporthose, die ist einfach am allerbequemsten und sitzt perfekt. Dann noch meinen Sport-BH und ein Sportshirt, dazu meine (mittlerweile ziemlich schlimm aussehenden, aber wirklich bequemen) Nike-Schuhe und los kann die Wanderung gehen.

Eure Franzi

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2 Gedanken zu “Arbeit, Arbeit, Arbeit

  1. Voll schöner Beitrag!
    Ist Annie eine Kollegin von dir? Und welche Suppe ist die orangene Suppe? Das Essen sieht echt lecker aus. Vorallem die Kaffees sind genial.
    Ich freue mich immer deine Blogeinträge zu lesen und so an deinem Abenteuer teil haben zu können.
    Liebe Grüße
    Lisa

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  2. Dankeschön 🙂
    Ja, Annie ist eine Kollegin und gleichzeitig auch Mitbewohnerin von mir. Die Suppe ist eine Paprikasuppe (sollte eigentlich unter dem Bild stehen).
    Ich freue mich schon sehr, wenn du mich besuchen kommst, dann kann ich über unser gemeinsames Abenteuer berichten!
    Liebe Grüße
    Franzi

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