Zu viel Arbeit und nochmal Sommer

Hallöchen ihr Lieben!

Ich bin jetzt schon seit 12 Wochen hier in Fox und werde definitiv noch zwei weitere Wochen, also bis zum 27.3., hier bleiben. Ich freue mich schon riesig darauf, endlich aus Fox rauszukommen. Seit ich Mitte Dezember in Fox angekommen bin, habe ich es nur zweimal aus Fox rausgeschafft – und dann auch nur ins 20 km entfernte Franz Josef. Es wird also höchste Zeit, dass ich mehr von der Südinsel und Neuseeland überhaupt sehe! Außerdem habe ich jetzt erstmal genug gearbeitet. Allein letzte Woche war ich quasi nur am arbeiten, teilweise 13h am Tag. Insgesamt habe in dieser Woche über 80 Stunden gearbeitet, das ist doppelt so viel wie andere in einer normalen Woche arbeiten. Dementsprechend kaputt und müde bin ich jetzt auch! Daheim war ich eigentlich nur zum schlafen, Freizeit hatte ich kaum. Und ich habe keine Ahnung, wie ich das wieder hinbekommen habe, aber diese Woche werde ich noch 3 Abende im Restaurant und 5 Tage bei der Tankstelle arbeiten.

Und nach mehr als zwei Wochen ohne freien Tag genieße ich heute, meinen freien Tag, in vollen Zügen! Ich habe erstmal bis um 10 Uhr geschlafen, das ist für mich mittlerweile ziemlich lange, aber das habe ich wirklich gebraucht! Anschließend habe ich ein bisschen Haushalt gemacht und endlich meine Wäsche gewaschen, das war höchste Zeit. Leider ist das Wetter nicht so gut, als dass ich einen Fallschirmsprung machen könnte, ich werde mein Glück also am Freitag nochmal versuchen.

Nach fast drei Monaten im Cook Saddle habe ich nun außerdem meine erste Tripadvisor-Empfehlung bekommen. Ich habe mich riesig gefreut als ich das gesehen habe! Ich wurde namentlich erwähnt, ein Foto wurde sogar auch gepostet. Bei so einem tollen Feedback macht es gleich viel mehr Spaß in der Gastronomie zu arbeiten.

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Am Samstag vor zwei Wochen hatte ich wieder den ganzen Tag gearbeitet. Den ganzen Tag über war kaum etwas los, Mittagessen waren sehr leckere Hähnchenschenkel in Rahmsauce mit Gemüse, dazu gab es Knoblauchbaguette. Bei meiner Schicht abends war dafür umso mehr los. Es war richtig voll und wir hatten jede Menge zu tun. Es war außerdem eine deutsche Reisegruppe da, die explizit nach mir gefragt hatte, da sie schon von mir gehört hatten. Der Reiseleiter, der diese Gruppe eigentlich hätte begleiten sollen, lag leider im Krankenhaus. Er war aber schon zweimal im Restaurant gewesen, als ich auch dort war, und hat dem stellvertretenden Reiseleiter eine Karte für mich mitgegeben. Das hat mich natürlich sehr gefreut und ich habe mich geehrt gefühlt. Überhaupt waren sehr viele Deutsche unterwegs, scheinbar ist momentan wieder Reisezeit in Deutschland.

Sonntag und Montag vor zwei Wochen war ich wieder bei der Tankstelle. Es ist nicht wirklich was interessantes passiert, daher kann ich auch nichts berichten. Am Montag ging es jedoch direkt nach meiner Schicht an der Tankstelle im Restaurant weiter. Ich hatte einen ziemlich langen Tag, aber der Sonnenuntergang war wunderschön.  Da Sole, meine Mitbewohnerin, sowohl Samstag als auch Sonntag ihren Geburtstag bei uns im Haus gefeiert hatte (und die Wände hier extrem dünn sind, da haben auch meine Ohrstöpsel nichts geholfen), fehlte mir eine ganze Menge Schlaf. Dementsprechend müde war ich dann am Montag Abend. Ich war froh, endlich wieder in Ruhe schlafen zu können.

Während meiner Schichten im Restaurant ist nicht wirklich etwas Interessantes passiert. Ich habe wieder ziemlich viel gearbeitet, da es abends erstaunlicherweise Recht viel Betrieb hatte. Da das Ende meiner Zeit im Restaurant aber absehbar war, fand ich das gar nicht schlimm. Tagsüber war meist nicht wirklich viel zu tun, das war also entspannt. Die meisten Leute kamen erst nachmittags und abends, so dass zumindest in meiner zweiten Schicht genug zu tun gab. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag gab es natürlich auch wieder geniales Essen. Ich hatte ziemliches Glück, da ich mir eigentlich jeden Tag aussuchen durfte, was ich essen wollte. So gab es einmal Steak mit Chimichurri (Sauce), gedünstetem Gemüse und Reis, einmal gemischten Salat mit Hähnchen und Knoblauchbaguette, einmal Salat mit Couscous, Hähnchen, Speck und Spiegelei und einmal Hähnchenpasta mit kleinem Salat. Mein Abendessen hatte ich an den Tagen jeweils schon vor meiner zweiten Schicht, was auch gut so war, da ich ansonsten verhungert wäre (das Abendessen bei der Arbeit gibt es immer noch erst so spät!). Abendessen waren unter anderem Nudeln mit Bolognesesauce und Hähnchenburger. Meine täglichen Cappuccinos durften natürlich auch nicht fehlen. Als Nachtisch gab es sogar einmal einen Espresso, getoppt mit Schlagsahne. Eigentlich mag ich Sahne nicht wirklich, aber an dem Tag hatte ich unglaublich Lust darauf.

Dienstag:

Mittwoch:

Donnerstag:

Freitag:

Am Samstag musste ich erst um 11 Uhr anfangen zu arbeiten. Und obwohl ich erst später angefangen habe als sonst kam mir meine erste Schicht viel länger vor. Ich konnte quasi ausschlafen, war aber trotzdem schon um 8.30 Uhr wach. Außerdem habe ich mich nicht wirklich gut gefühlt. Ich hatte Halsweh und Kopfweh, kein wirklich gutes Zeichen. Ich hoffte bloß nicht krank zu werden! Zu Beginn meiner Schicht gab es erstmal einen Cappuccino und (seit einer Ewigkeit) mal wieder Haferflocken mit Apfel. Die Schicht war ziemlich ereignislos, es wird hier einfach immer ruhiger. Mittagessen war ein Steaksandwich mit der tollen Pilzsauce, dazu Salat und Beer Battered Fries (im Bierteig gebackene Pommes). Da ich mich nicht wirklich gut gefühlt hatte, gab es in meiner Pause ein kleines Nickerchen und eine erfrischende Dusche. Nach meinem Abendessen (Kartoffelgratin und gemischter Salat mit Thunfisch) ging es mir dann schon wieder etwas besser. Auch bei der zweiten Schicht ist die Zeit nicht wirklich vergangen, ich war froh als um 22 Uhr endlich Feierabend angesagt war! Obwohl es Juans Geburtstag war und er in der Bigfoot Bar etwas gefeiert hat, hieß es für mich nur noch ab ins Bett. Ich war einfach zu erschöpft und wollte auf keinen Fall richtig krank werden.

Sonntag und Montag hieß es dann wieder arbeiten an der Tankstelle. Am Sonntag morgen hatte ich Halsweh, deswegen bin ich den ganzen Tag mit einem Schal rumgelaufen. Es hat außerdem ziemlich viel geregnet, kalt war es aber zum Glück nicht (erstaunlicherweise). Sobald ich wieder auf Reisen bin muss ich mir aber wohl erstmal ein paar wärmere Klamotten zulegen, für so winterliche Temperaturen bin ich nicht wirklich ausgestattet. Besonders am Sonntag war es bei der Arbeit sehr ruhig. Ich bin immer erstaunt, wie die Zeit vergeht, obwohl eigentlich nichts passiert. Mittagessen war in meiner Mittagspause Reis mit Gemüse und Steak.

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Steak, gedünstetes Gemüse und Reis

Auch Dienstag und Mittwoch waren eigentlich wie immer, nur dass ich jeweils erst um 9 Uhr angefangen habe zu arbeiten. Außerdem hatte es traumhaft schönes Wetter, der Sommer war zurück! Am Dienstag gab es wieder einen gemischten Salat als Mittagessen, am Mittwoch war das Mittagessen eine Lammhaxe mit Kartoffelpüree und Gemüse. Wirklich sehr lecker, vor allem wenn man bedenkt, dass ich nie Lamm mochte. In meiner Mittagspause (nur 1 Stunde) bin ich nicht nach Hause gefahren, sondern habe die Sonne einemal bei einem Eiskaffee und einmal bei einem Cappuccino genossen. Abends war jeweils ganz gut Betrieb, alle haben das gute Wetter ausgenutzt.

Am Donnerstag war morgens für etwa 30 Minuten etwas zu tun, da kamen alle auf einmal und wollten Kaffee. Die restliche Zeit haben wir genutzt, um nochmal Großputz zu betreiben und alles für die „Rückkehr“ der Managerin vorzubereiten. Wir wollten ihr keinen Grund liefern, zu meckern. Mittagessen waren Nudeln mit Steaksauce und einem kleinen Salat. In meiner einstündigen Pause bin ich wieder nicht Heim gefahren sondern habe mich wieder gemütlich ins Restaurant gesetzt. Ich habe etwas gelesen, einen Kaffee getrunken und einen Schokokuchen genossen. Abends ist wieder nichts besonderes passiert, es wird hier immer ruhiger. Abendessen war eine Kartoffel-Sellerie-Dill-Suppe.

Am Freitag morgen gab es zur Überraschung Mal kein Wasser in der ganzen Stadt. In Fox wird es wirklich nicht langweilig, irgendwas ist immer. Da ohne Wasser nichts ging, konnte das Restaurant erst später aufmachen. Ich hatte den Morgen also quasi frei und wir sind ins Cafe am See gefahren, um dort einen Kaffee zu trinken. Das Wetter war wieder ein Traum! Den restlichen Tag ist wieder nichts aufregendes passiert. Mittagessen waren Nudeln mit Kniblauchbutter und Bohnen, dazu ein Steak. Das Essen hat mich richtig an den Frankreichurlaub erinnert, das gibt es dort nämlich immer. In meiner Pause hatte ich einen Affogato (Vanilleeis mit Espresso). Abendessen war Hähnchen mit Ofengemüse und Kartoffeln.

Samstag hatte ich meine letzte Tagesschicht im Restaurant. Darüber war ich wirklich froh, es ist so unglaublich ruhig und sehr langweilig geworden. Ich kann mir richtig vorstellen, wie ausgestorben es hier im Winter sein muss. Ich hatte einen gemischten Salat mit Hähnchen als Mittagessen und einen Crepe als Nachtisch. In meiner Mittagspause gab es einen Apfel (den hatte mir Sole aus Christchurch mitgebracht) und einen Cappuccino. Etwas erholt ging es dann zur zweiten Schicht. Es war im Vergleich zu den anderen Abenden der Woche richtig ruhig. Allerdings sind einige Leute einfach lange geblieben, so dass wir trotzdem erst spät Feierabend machen konnten. Carolina hat Ana und mir zwischendurch noch einen Eiskaffee gemacht (yummy!), den wir richtig genossen haben. Das werde ich richtig vermissen, wenn ich nicht mehr im Restaurant arbeite! Abendessen war Schnitzel mit Kartoffelpüree und Krautsalat – fast ein deutsches Essen. Nach der Arbeit habe ich mich noch etwas in den Garten gesetzt um mir den traumhaften Sternenhimmel anzuschauen und etwas zu entspannen, direkt nach der Arbeit kann ich nicht schlafen (auch wenn ich super müde bin). Ich habe sogar eine Sternschnuppe gesehen!

Sonntag morgen hieß es dann wieder früh aufstehen und bei der Tankstelle arbeiten. Man merkt mittlerweile richtig, wie es auf den Herbst zugeht. Ich stehe jetzt noch vor dem Sonnenaufgang auf, es wird immer später hell und natürlich auch früher dunkel. In meiner Mittagspause ging es wieder Heim, wo es erstmal Mittagessen gab. Ich hatte restliche Nudeln mit Steak-Tomaten-Sauce. Für Abends hatte ich noch Reissalat (mit Tomaten, Gurke und Karotte) gekocht. Nachdem ich bei der Tankstelle fertig war, fing nämlich gleich meine Schicht im Restaurant an. Es war sogar gut etwas zu tun, also ging die Zeit immerhin schnell rum. Anschließend hatten wir nämlich noch eine kleine Abschiedsfeier für Al, Ellie, Angela und mich, da wir im Restaurant fertig waren (ich noch nicht ganz). Wir saßen aber nur gemütlich zusammen und haben uns unterhalten. Zu mehr war ich auch echt nicht mehr in der Lage, ich war einfach unglaublich müde. Schön war es trotzdem, vor allem nach der vielen Arbeit, die ich in der Woche gehabt hatte. Leider konnte ich dann, obwohl ich so unglaublich müde war, nicht mal schlafen.

 

Bis ganz bald, hoffentlich endlich wieder mit mehr Landschaftsbildern und interessanten Berichten!

Eure Franzi

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